Die Oberstufe

Die Oberstufenleitung ist zuständig für pädagogische und organisatorische Aufgaben der Jahrgangsstufen 10 bis 12. Zu den Aufgaben gehören z. B. die Planung und Einrichtung von Klassen bzw. Kursen, die Beratung von Schülerinnen und Schülern und die Organisation der Abiturprüfung.

Leiterin der Oberstufe ist Frau StD' Tatjana Rahmani.

Ihre Assistenten sind Frau Dr. Nicola Zint und Herr Konrad Bodenburg.

 

Die Profiloberstufe

Ein Wegweiser durch die "OAPVO" mit besonderer Berücksichtigung der Regelungen an unserer Schule.

(Stand 01.02.2017)

Inhalt

  • Vorbemerkung
  • Aufbau der Oberstufe
  • Die Aufgabenfelder
  • Die Profile und ihre Themen
  • Die Profile
  • Bilingualer Unterricht
  • Was ist zu tun, wenn ein Schüler einmal nicht am Unterricht teilnehmen kann?
  • Die Versetzung
  • Die Abiturprüfungsfächer
  • Das Abitur
  • Die Präsentationsprüfung
  • Die besondere Lernleistung
  • Die Durchschnittsnote
  • Die Fachhochschulreife
  • Das Latinum 

Vorbemerkung

Die vorliegende Zusammenstellung basiert auf der Landesverordnung über die Gestaltung der Oberstufe und der Abi­turprüfung in den Gymnasien und Gemeinschaftsschulen (OAPVO) in der Fassung vom 08.06.2010.

Der folgende "Wegweiser" kann und will die Lektüre der Landesverordnung nicht ersetzen. Es soll lediglich der Versuch gemacht werden, auf häufige Fragen von Schülern und Eltern leichter nachvollziehbare Antworten zu geben. Um diese Nachvollziehbarkeit zu bewahren, soll nur auf die wichtigsten Bestimmungen der Verordnung eingegangen werden.

Bei Fragen, die über diese Darstellung hinausgehen, und bei der Klärung von Sonderproblemen sind der jeweilige Tutor, die Beratungslehrer und die Oberstufenleiterin gern bereit, Hilfe zu gewähren.

Aufbau der Oberstufe

1. Die gymnasiale Oberstufe umfasst drei Schuljahre, die sich in zwei Phasen gliedern:

2. Die Dauer des Besuchs der Oberstufe beträgt in der Regel drei Jahre; sie darf höchstens vier Jahre betragen. Ein Schüler kann also während seiner Oberstufenzeit einmal eine Jahrgangsstufe wiederholen. Darüber hinaus darf eine nicht bestandene Abiturprüfung nach einem weiteren Wiederholungsjahr einmal wiederholt werden. Kann ein Schüler die Bedingungen für die Teilnahme am Abitur in vier Schulbesuchsjahren nicht mehr erreichen, so muss er die Schule verlassen. Dies gilt auch, wenn ein Schüler die Abiturprüfung wiederholt und im Wiederholungsjahr nicht die Bedingungen für die Teil­nahme am mündlichen Abitur erfüllt. 

3. Die Leistungen werden in Zensuren und in Punkten ausgedrückt. Die Punktwerte werden den Zensuren folgendermaßen zugeordnet: 

Aufgabenfelder

In der Oberstufe sind die angebotenen Schulfächer zu so genannten Aufgabenfeldern zusammengestellt:

das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld

Deutsch
Fremdsprachen
Kunst / Musik / Darstellendes Spiel

das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld

Geschichte
Geographie
Wirtschaft/Politik (WiPo)
Religion/Philosophie

das mathematisch-naturwissenschaftliche Aufgabenfeld

Mathematik
Physik
Chemie
Biologie
Informatik

Hinzu kommt das Fach Sport, das keinem der drei Aufgabenfelder zugeordnet ist.

Folgende Fächer werden in den jeweiligen Profilen unterrichtet

Die Profile

Ein Profil hat eine gemeinsame thematische Ausrichtung mit einer festgelegten Fächerkombination, bei der die Fächer verbindend unterrichtet werden. 

An der Elsa-Brändström-Schule werden folgende Profile angeboten:

  • Sprachliches Profil: Englisch
  • Gesellschaftswissenschaftliches Profil: Geographie
  • Gesellschaftswissenschaftliches Profil: Wirtschaft/Politik
  • Gesellschaftswissenschaftliches Profil: Geschichte
  • Naturwissenschaftliches Profil: Physik
  • Naturwissenschaftliches Profil: Biologie
  • Naturwissenschaftliches Profil: Chemie
  • Sportliches Profil: Sport
  • Ästhetisches Profil: Musik

Da die Schulen gehalten sind, Lerngruppen bis zu einer bestimmten Größe einzurichten, bedeutet dies, dass nicht alle Profile eingerichtet werden können. 

Ein Anspruch auf ein bestimmtes Profil oder ein bestimmtes Fach besteht nicht.

Die Profile und ihre Themen:

* Sollte in den Naturwissenschaften ein aus zwei Fächern kombiniertes Profil entstehen, ist das andere Fach automatisch das eine Profil ergänzende Fach.
* Sollte in den Naturwissenschaften ein aus zwei Fächern kombiniertes Profil entstehen, ist das andere Fach automatisch das eine Profil ergänzende Fach.
* Sollte in den Naturwissenschaften ein aus zwei Fächern kombiniertes Profil entstehen, ist das andere Fach automatisch das eine Profil ergänzende Fach.

Ästhetisches Profil (Musik)

Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird das Ästhetische Profil (Musik) an der EBS jahrgangsübergreifend angeboten.

Die Schüler der drei Jahrgänge der Oberstufe können Musik als Profilfach wählen und werden gemeinsam in einem Kurs unterrichtet; alle Jahrgänge des Profils haben vierstündigen Musikunterricht, Lehrerwechsel sind möglich und nötig. Die jeweilige Schülergruppe ist innerhalb des eigenen Jahrgangs an ein anderes Profil gekoppelt.

Die Themen des Lehrplans werden in fünf unabhängigen, nicht aufeinander aufbauenden Modulen unterrichtet, so dass mit unterschiedlichen Modulen begonnen werden kann, jedoch alle im Laufe der Oberstufe durchlaufen werden. Das letzte Halbjahr bildet für jeden Schüler die Vorbereitung auf das Abitur.

Wichtige Grundlagen der Musiktheorie aus der Sek.I müssen vorhanden sein oder können selbstständig anhand von Lexika und einem Aufgabenpool mit Lösungen nachgearbeitet werden. Kenntnisse im Instrumentalspiel sowie die Teilnahme an mindestens einer Musik-AG sind von großem Vorteil.

Bilingualer Unterricht an der Elsa-Brändström-Schule

Warum Bili?

Ohne Zweifel ist Englisch eine Sprache, die man heutzutage beherrschen muss. Englisch sprechen zu können, ist keine Zusatzqualifikation mehr, sondern eine Grundvoraussetzung.

Man kann sich hierbei also nur noch durch die Qualität der Englischkenntnisse aus der Masse hervorheben (und durch das Erlernen möglichst vieler weiterer Fremdsprachen). 

Sprache muss gesprochen und in möglichst vielen authentischen Situationen eingesetzt und umgesetzt werden. Mit den wenigen Wochenstunden im englischen Schulunterricht sind die Möglichkeiten aber klar begrenzt. Um noch weitere authentische Situationen zu schaffen, in denen Englisch nicht vornehmlich Lerngegenstand, sondern Medium ist, haben wir uns entschlossen, das bilinguale Angebot an unserer Schule nach und nach weiter auszubauen. Hierdurch entstehen zusätzliche Freiräume, weil die Fremdsprache nicht bewertet wird.

Darüber hinaus versuchen wir, jedes Schuljahr weitere Fächer im Angebot zu haben, um die Bandbreite möglichst groß und flexibel zu halten. Ziel ist es, über das fachspezifische Vokabular hinaus die Sprache in ihrer Mannigfaltigkeit und in möglichst vielen verschiedenen Situationen zu erlernen.

Dies bereitet insbesondere auf die Anforderungen im Studium vor, in denen heutzutage schon recht häufig in den verschiedensten Fachbereichen Beiträge auf Englisch gelesen werden müssen.  

Seit dem Schuljahr 2013/ 2014 gibt es an der Elsa-Brändström-Schule zwei Möglichkeiten, mit dem Eintritt in die Profiloberstufe bilingual unterrichtet zu werden.

  • Wer das sprachliche Profil wählt, legt sich automatisch darauf fest, mindestens ein weiteres in einer Fremdsprache unterrichtetes Fach zu belegen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, ein bilinguales Kursangebot wahrzunehmen. 
  • Wer in eines der anderen angebotenen Profile gehen möchte, hat die Möglichkeit, an bilingualen Kursen teilzunehmen. Hierfür können einer oder mehrere Kurse zunächst für ein Jahr gewählt werden. Der bilinguale Unterricht wird epochal oder durchgängig angeboten.

Was ist zu tun, wenn ein Schüler einmal nicht am Unterricht teilnehmen kann?

Wer der Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme am Unterricht in der gymnasialen Oberstufe nicht nachkommt, hat unverzüglich über die Gründe einen Nachweis zu führen. 

Jeder Oberstufenschüler ist gemäß OAPVO und Schulgesetz verpflichtet, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen.

Wie zu verfahren ist, wenn ein Schüler dieser Verpflichtung nicht nachkommen kann, erfährt jeder Schüler aus dieser Informationsbroschüre, die beim Eintritt in die Oberstufe ausgegeben wird. Grundsätzlich gilt Folgendes:

  1. Jeder Schüler führt ein Fehlheft, das er am Ende seiner Schulzeit bei der Oberstufenleitung abgeben muss.
  1. In dieses Fehlheft werden fortlaufend eingetragen:
  • Urlaubsanträge bei vorhersehbarem Fehlen (z.B. geplante Arztbesuche, Familienfeiern, Teilnahme an Sportveranstaltungen, Führerscheinprüfungen, Eignungstests, Vorstellungsgespräche etc.): Der Schüler lässt diese Anträge vor seinem Fehlen zunächst von seinem Tutor,  dann von den betroffenen Fachlehrern abzeichnen. An Tagen, an denen Klausuren geschrieben werden, sind Schüler in der Regel nicht zu beurlauben. Urlaubs­anträge im Zusammenhang mit Ferien kann nur der Schulleiter genehmigen.
  • Erklärungen nachunvorhersehbarem Fehlen (z.B. Krankheit): Der Schüler lässt seine Erklärung in der ersten Stunde nach dem krankheitsbedingten Fehlen, spätestens jedoch in der darauffolgenden Stunde, von den jeweiligen Fachkollegen abzeichnen. Ein späteres Entschuldigen wird grundsätzlich nicht akzeptiert. Zusätzlich ist zeitnah die Unterschrift des Tutors einzuholen.
  • Abbruch des Unterrichtsbesuch während eines Schultages (z.B. aus gesundheitlichen Gründen): Abmeldung bei dem nächsten betroffenen Fachlehrer. Ist dieser nicht zu erreichen, so kann die Abmeldung auch durch den Tutor, die Oberstufenleitung oder durch das Geschäftszimmer entgegengenommen werden. In jedem Falle ist in der nachfolgenden Erklärung die Abmeldung zu vermerken ("Abgemeldet bei Frau/Herrn ...").
  1. Schüler, die nicht zum Unterricht erscheinen können, z.B. bei Erkrankung, informieren ihren Tutor über das Geschäftszimmer am Morgen des ersten Fehlens telefonisch (04121/ 43670). Außerhalb der Bürozeiten – z.B. am Abend – stehen der Anrufbeantworter, das Fax-Gerät (FAX: 04121/ 436744) oder der Email-Account (mail@ebs-elmshorn.de) zur Verfügung. Wird diese Mitteilung versäumt, muss eine nachträgliche Erklärung von der Schule nicht anerkannt werden. Bei längerer Krankheit sollte der Schule ein Attest eingereicht werden.
  1. Urlaubsanträge und Erklärungen werden von den Eltern unterschrieben. Volljährige Schüler unterschreiben ihre Erklärungen und Urlaubsanträge selbst.

Entzieht sich eine Schülerin oder ein Schüler vorsätzlich der Leistungsfeststellung in einem Fach, kann die Leistung in diesem Fach mit 0 Punkten bewertet werden.

Halbjahresleistungen in Fächern, die mit 0 Punkten bewertet wurden, gelten als nicht erbracht. Wenn es sich dabei um eine in die Gesamtqualifikation zum Abitur einbringungspflichtige Leistung handelt, müssen Schülerinnen und Schüler um eine Jahrgangsstufe zurücktreten.

Die Versetzung

Am Ende der Einführungsphase prüft die Klassenkonferenz, ob die Schülerinnen und Schüler in die Qualifikationsphase versetzt werden können.

Versetzt ist eine Schülerin oder ein Schüler, wenn die Leistungen in nicht mehr als einem Fach schlechter als ausreichend sind und kein Fach mit ungenügend benotet wurde. 

Wenn die­se Bedingung nicht erfüllt ist, beschließt die Klassenkonferenz darüber, ob ein Schüler dennoch in die Qualifikationsphase versetzt werden kann. Dies ist nur dann möglich, wenn die Konferenz zu der Überzeugung gelangt, dass der Schüler eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwarten lässt.

Volljährigkeit

Im §31 des Schulgesetzes wird auch für volljährige Schüler Folgendes bestimmt:

Datenübermittlung an Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler:

Die Schule kann die Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler über Ordnungs-maßnahmen nach §25 Abs. 3, das Ende des Schulverhältnisses nach §19 Abs. 3 u. 4 sowie ein den erfolgreichen Abschluss des Bildungsganges gefährdendes Absinken des Leistungsstandes unterrichten, soweit nicht die Schülerinnen und Schüler einer solchen Datenübermittlung generell oder im Einzelfall widersprechen. Die Schüler und Schülerinnen sind auf das Widerspruchsrecht rechtzeitig, im Regelfall zu Be-ginn des Schuljahres, in dem das 18. Lebensjahr vollendet wird, schriftlich hinzu-weisen. Erheben Sie Widerspruch, sind die Eltern hierüber zu unterrichten.

Die Abiturprüfungsfächer

Zu Beginn des dritten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase teilt die Schülerin oder der Schüler der Schule mit, in welchen Fächern die Abiturprüfung abgelegt werden soll. 

Die Schülerin oder der Schüler berücksichtigt bei der Wahl folgende verbindliche Vorgaben:

  1. Erstes und zweites schriftliches Abiturprüfungsfach sind zwei der drei Kernfächer (Deutsch, Fremdsprache oder Mathematik).

  2. Drittes schriftliches Abiturprüfungsfach ist das Profil gebende Fach.

  3. Viertes Abiturprüfungsfach ist ein Fach, das auf grundlegendem Niveau unterrichtet wurde. Die Prüfung wird als mündliche Prüfung oder als Präsentationsprüfung durchgeführt.
  1. Aus jedem Aufgabenfeld ist mindestens ein Fach als Abiturprüfungsfach zu wählen.

  2. Die Schülerinnen und Schüler können eine fünfte Prüfung (mündlich oder „besondere Lernleistung“) ablegen, wenn sie sonst die Aufgabenfelder nicht abdecken können oder wenn sie individuelle Stärken und Interessen in die Abiturprüfung einbringen möchten.
  1. Die ausgewählten Fächer wurden durchgängig in der Einführungs- und Qualifikationsphase belegt.
  1. Sport (einschließlich Sporttheorie) kann als Profil gebendes Fach drittes Prüfungsfach sein.

Das Abitur

Block I

  • 36 Einzelergebnisse aus der Qualifikationsphase müssen in einfacher Wertung mindestens 200 Punkte ergeben. Die Summe dieser 36 Einzelergebnisse wird durch 36 dividiert und mit 40 multipliziert. Das Ergebnis ist dann die rechnerische Punktsumme aus dem Block I.
  • 29 dieser Leistungen müssen mit mindestens ausreichend (5 Punkten) bewertet worden sein.
  • Mit 0 Punkten bewertete Leistungen gelten als nicht erbracht und können nicht mit in die Wertung einbezogen werden.

Block II

Insgesamt müssen 100 Punkte erreicht werden. 

  • Werden 4 Prüfungsfächer gewählt, müssen in mindestens 2 Prüfungsfächern mindestens 5 Punkte erreicht werden.
  • Werden 5 Prüfungsfächer gewählt, müssen in mindestens 3 Prüfungsfächern mindestens 5 Punkte erreicht werden.
  • Werden 4 Prüfungsfächer gewählt, wird die Summe der Einzelergebnisse mit 5 multipliziert.
  • Werden 5 Prüfungsfächer gewählt, wird die Summe der Einzelergebnisse mit 4 multipliziert.

Die Präsentationsprüfung

Hinweise zur Präsentationsprüfung gemäß § 17 OAPVO

Quelle: „Ratgeber gymnasiale Oberstufe“ des Ministeriums für Bildung und Kultur

Stand: Oktober 2010

  1. Ziele und Grundlegendes

Die Präsentationsprüfung ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die selbständige Bearbeitung eines Themas bzw. einer Problemstellung. Diese beinhaltet den Nachweis fachlichen Wissens, der Kompetenz zur gezielten Recherche und Bearbeitung von Inhalten sowie der Präsentation von Ergebnissen.

Die Präsentation erfordert eine strukturierte Darstellung (z.B. Problembeschreibung, gegliederte Darstellung, Lösungen, Bewertungen, Schluss).

Die Präsentationsprüfung besteht aus einem gegebenenfalls medienunterstützten Vortrag mit anschließendem Kolloquium.

Die Präsentation kann unterschiedlich ausgestaltet werden. Sie kann z.B. durch Materialien, Folien, Wandtafel, Flipchart, Präsentationssoftware oder durch die Vorführung eines Experiments unterstützt sein. Die Medienausstattung und die Organisationsmöglichkeiten der Schule bilden dafür die Grundlage, um das Prinzip der Chancengleichheit der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen.

  1. Durchführung

Die vierte Prüfung kann statt der mündlichen Prüfung auch eine Präsentationsprüfung sein und findet im selben Zeitraum wie die mündliche Abiturprüfung statt. Zu ihr melden sich die Schülerinnen und Schüler zu Beginn des dritten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase unter Angabe des Faches.

Die Stellung des Themas erfolgt durch die betreuende Lehrkraft (s.u.).

Die Themenausgabe erfolgt so, dass die Bearbeitungszeit 4 Schulwochen beträgt. Die Zeitfenster für die Bearbeitung sind für die Präsentationsprüfung als vierte bzw. fünfte Prüfung unterschiedlich. Sie sind im Terminplan ausgewiesen.

Das Thema kann fachübergreifend bearbeitet werden. Die Bearbeitung kann auch naturwissenschaftliche Experimente oder Elemente musikalischer oder künstlerischer Darbietungen beinhalten.

Abgabefrist für die schriftliche Dokumentation über den geplanten Ablauf der Präsentation mit allen Präsentationsinhalten und den genutzten Informationsquellen ist das Ende der vierwöchigen Bearbeitungszeit (s. Terminplan).

Die Dokumentation ist nicht Grundlage der Beurteilung. Täuschungen in der Dokumentation haben jedoch dieselben Konsequenzen wie Täuschungen in anderen Prüfungsteilen. Unterbleibt die Ablieferung, ist die Präsentationsprüfung mit null Punkten zu bewerten.

Die Dauer der Präsentation beträgt höchstens 10 Minuten, die Dauer des Kolloquiums mindestens 20 Minuten. Bei Vorführung eines naturwissenschaftlichen Experiments kann die Dauer der Präsentation auf Antrag der Schülerin oder des Schülers durch die Abiturprüfungskommission um bis zu 10 Minuten verlängert werden.

Festlegung des Themas 

Die Stellung des Themas erfolgt durch die betreuende Lehrkraft. Die Fachlehrkraft berücksichtigt dabei ggf. vom Prüfling benannte Themenbereiche.

Bei der Stellung des Themas ist zu berücksichtigen:

  • die zur Verfügung stehende Vorbereitungszeit der Schülerinnen und Schüler
  • die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, Themen didaktisch zu reduzieren
  • die angemessene Eingrenzung der Aufgabenstellung (i. d. R. kein Material; Beschränkung auf wenige Operatoren)
  • die Verfügbarkeit der benötigten Quellen, Materialien und Literatur

Bekanntgabe des Themas

Ein “Übergabeprotokoll“ ist denkbar, das die Gesprächsinhalte zusammenfasst. Es kann Informationen zu folgenden Aspekten enthalten:

  • rechtliche Vorgaben (Abgabetermin, Selbstständigkeit),
  • technische Voraussetzungen (z.B. Bereithaltung eines Foliensatzes bei Powerpoint-Präsentationen, Abgabe der Präsentationsunterlagen auf einer CD-ROM im Anschluss an die Prüfung, räumliche Bedingungen der Prüfung, Angabe eines Testzeitraums),
  • die Art der Quellen, die herangezogen werden können,
  • Anforderungen des Prüfers an die Dokumentation des geplanten Prüfungsablaufs, z.B. Darstellung des Gangs der Untersuchung, Thesen, verwendete Literatur, Vertiefungsmöglichkeiten im Kolloquium, Angabe der technischen Anforderungen für die Präsentation, Hinweise zur Bewertung (Vorrang der inhaltlichen Durchdringung eines Themas vor medialer Darstellung, Bedeutung der methodischen Reflexion).
  1. Bewertung und Beurteilung

Die schriftliche Grundlage der Präsentation ist nicht Grundlage der Beurteilung. Die Fachanforderungen für schriftliche und mündliche Prüfungen ausformulierten fachspezifischen Kriterien zur Bewertung von Prüfungsleistungen sind auch für Präsentationsprüfungen maßgeblich.

Dabei sind die Besonderheiten der Prüfungsform und Aufgabenstellung zu berücksichtigen. Kriterien zur Bewertung der Präsentation können dabei z. B. sein:

  • Qualität und Umfang der vermittelten fachlichen Informationen, auch Vollständigkeit, exemplarisches Vorgehen, Aktualität
  • Strukturierung der Präsentation (z.B. Problembeschreibung – gegliederte Darstellung – Lösungen – Bewertungen – zusammenfassender Schluss)
  • sachgerechter angemessener Einsatz der Medien, Qualität der audio-visuellen Unterstützung
  • Präzision und logische Nachvollziehbarkeit der Darstellung
  • Kreativität und Eigenständigkeit im Umgang mit der Aufgabenstellung
  • kommunikative (einschließlich rhetorischer) Fähigkeiten
  • Reflexion über die vorgetragenen Lösungen und Argumente sowie die gewählte Präsentationsmethode.

Die Fachausschüsse gelangen zu einer Note, indem sie die einzelnen Anteile der Schülerleistung zusammenfassend bewerten (Vortrag, Medien, Kolloquium). Es gibt keine separate Bewertung einzelner Prüfungsteile. 

Sind fachübergreifende Inhalte aus dem Fächer verbindenden Unterricht Bestandteil der Präsentationsleistung der Schülerin oder des Schülers, so kann die entsprechende Fachlehrkraft zu der Beurteilung hinzugezogen werden.

Die „besondere Lernleistung“

Hinweise zur „besonderen Lernleistung“ gemäß § 18 OAPVO

Quelle: „Ratgeber gymnasiale Oberstufe“ des Ministeriums für Bildung und Kultur

Stand: Oktober 2010

Nach § 18 OAPVO können besonders interessierte und qualifizierte Schülerinnen und Schüler, die ihre Kenntnisse in fachlicher und methodischer Hinsicht erweitern wollen, eine „besondere Lernleistung“ erbringen.

Diese wird im zeitlichen Rahmen von höchstens einem (Kalender-)Jahr innerhalb der Qualifikationsphase erarbeitet. Sie verlangt ein hohes Maß an Eigenständigkeit in der Gestaltung des Lern- und Arbeitsprozesses und schult damit in besonderer Weise Fähigkeiten, die im Studium und in der beruflichen Ausbildung erforderlich sind. „Besondere Lernleistungen“ können sein: eine Jahres- oder Seminararbeit, die Ergebnisse eines umfassenden, auch fachübergreifenden Projektes oder Praktikums, ein umfassender Beitrag aus einem von den Ländern geförderten Wettbewerb in Bereichen, die schulischen Referenzfächern zugeordnet werden können.

Eine solche „besondere Lernleistung“ ist schriftlich zu dokumentieren; die schriftliche Dokumentation muss auch bei produktbezogenen Arbeiten (etwa im bildnerischen oder musischen Bereich) einen Reflexionsteil enthalten. Die Ergebnisse ihrer bzw. seiner „besonderen Lernleistung" stellt die Schülerin oder der Schüler in einem dreißigminütigen Kolloquium vor einem Bewertungsausschuss dar. Die Erbringung der „besonderen Lernleistung" ist auf ein Jahr begrenzt.

Die Abgabetermine werden nach den Vorgaben der OAPVO von den Schulen festgelegt, dabei werden ggf. die Termine von Schülerwettbewerben berücksichtigt.

Das Kolloquium vor dem Bewertungsausschuss findet in der Regel zwei bis fünf Wochen nach Abgabe der schriftlichen Dokumentation statt, spätestens aber bis zur Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfung.

Welchen Umfang hat die Dokumentation der „besonderen Lernleistung“?

Der Umfang der Dokumentation soll ca. 20 bis 30 Seiten in Standardschrift umfassen. Dabei ist der Anhang (Dokumentation, Materialien, Quellenangaben, Literaturverzeichnis etc.) in der Seitenzahlangabe nicht enthalten. Die veranschlagte Bearbeitungszeit von höchstens einem Jahr innerhalb der Qualifikationsphase muss in der Themenstellung zum Ausdruck kommen. Dieser Zeitrahmen gilt grundsätzlich auch für die gegebenenfalls erweiterte Schülerwettbewerbsleistung oder/und die Bearbeitung eines in einem Praktikum verfolgten Themas.

Welche Themenstellung kommt für eine „besondere Lernleistung“ in Frage?

Die Problemstellung der „besonderen Lernleistung" kann gerichtet sein auf Themenfelder wie sprachliches Handeln und Kommunikation - auch im fremdsprachlichen Bereich -, naturwissenschaftlich-forschendes Lernen, musisch-künstlerische Analyse und Gestaltung oder demokratisch-soziales Handeln. Eine „besondere Lernleistung" kann auch in einer Fremdsprache erstellt werden. Die Themenstellung braucht sich nicht aus der Thematik des Unterrichts eines Schulhalbjahres abzuleiten, muss aber einem schulischen Referenzfach oder ggf. mehreren schulischen Referenzfächern zuzuordnen sein, um die Bewertbarkeit als schulische Leistung zu gewährleisten. Erwächst das Thema der „besonderen Lernleistung" aus Unterricht, kann die Fachlehrkraft Hinweise auf mögliche Ausweitungen des Unterrichtsthemas geben, im Prinzip soll die zu bearbeitende Fragestellung aber von der Schülerin oder dem Schüler eigenständig formuliert werden. Gruppenarbeiten sind nicht zulässig, die individuelle „besondere Lernleistung" kann aber aus der gemeinsamen Beschäftigung mehrerer Schülerinnen und Schüler mit einem Problem oder Projekt erwachsen. Bei Schülerwettbewerben ergibt sich die Themenfindung in der Regel aus der Ausschreibung. 

Wer betreut die „besondere Lernleistung“?

Die Schule entscheidet über die Annahme eines Vorhabens als „besondere Lernleistung“. Darüber hinaus ist die Betreuung durch die Schule eher durch Gesprächsangebote und Beratung als durch Vorgabe und Arbeitsauftrag gekennzeichnet. Die Schülerin oder der Schüler stimmt die Themenstellung und Erarbeitung der „besonderen Lernleistung" mit der betreuenden Lehrkraft ab. Eine Beratung durch außerschulische Institutionen, z.B. Hochschulen, Forschungsinstitute, Unternehmen etc. ist ausdrücklich erwünscht, die betreuende Lehrkraft ist aber darüber ebenso zu informieren wie über den Fortgang der Arbeit. Eine Rückbindung von Arbeitsergebnissen an den Fachunterricht ist nicht erforderlich.

Wie kann die Planung der „besonderen Lernleistung“ aussehen?

a) Themenfindung und -bestätigung:

  • Vorläufige Benennung des Themas
  • Anfertigen einer ersten Grobkonzeption mit inhaltlichen Schwerpunkten
  • Erarbeiten einer vorläufigen Gliederung
  • Suchen von geeigneten Betreuern (z.B. Institute, Museen, Unternehmen, Lehrkraft)

b) Erstellung der Dokumentation:

  • Orientierung an wissenschaftlicher Begrifflichkeit und Methodik
  • Themenfestlegung und -reflexion, Zeitplanung
  • Materialsuche und -auswertung
  • Stoffverarbeitung und Rohmanuskript
  • Gliederung
  • Zitate und Anmerkungen
  • Äußere Form der Arbeit, formale Kennzeichen wissenschaftlicher Arbeiten
  • Reinschrift
  • Literaturverzeichnis 

c) Vorbereitung des Kolloquiums:

  •  Planen eines Referats
  • Erstellen eines Thesenpapiers
  • Bereitstellen des Materials
  • Planen der Präsentationsformen/Medien
  • Vorbereiten möglicher Verläufe des Kolloquiums

Wie muss die Dokumentation der „besonderen Lernleistung“ angelegt sein?

Anlage und Aufbau des schriftlichen Teils der „besonderen Lernleistung" werden sich in der Regel nach folgender Gliederung richten, wobei fachspezifische Verfahren und Methoden auch ein anderes Schema nahe legen können:

  • Einleitung: Inhaltsübersicht, Abgrenzung des Themas und Reflexion der Problemstellung, Nennung und Begründung der gewählten Arbeitsmethoden.
  • Ausführung: Stand des Problems aufgrund der verwendeten Fachinformationen, straffe Beschreibung der eigenen Untersuchung, Benennung der Ergebnisse, Aussagen zur Leistungsfähigkeit der gewählten Untersuchungsmethode,
  • Schluss: Zusammenfassung und ggf. kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen, Benennung offen gebliebener Fragen und Widersprüche, abschließende Überlegungen über das eigene Vorgehen.
  • Materialien

Welche formalen Vorschriften sind bei der Erstellung der Dokumentation zu beachten?

Bei der Dokumentation einer „besonderen Lernleistung" müssen bestimmte formale Anforderungen erfüllt werden:

  • Benutzung von DIN A 4-Blättern, einseitig 1,5-zeilig in Standardschrift Größe 12 beschrieben
  • Deckblatt mit Namensangabe, Thema der „besonderen Lernleistung" und Angabe des schulischen Referenzfaches/der schulischen Referenzfächer
  • erste Seite mit Angaben über Schule, Schuljahr, Kurs(e), ggf. Fach, Name der Schülerin/des Schülers, Thema, betreuende Lehrkraft, Termin der endgültigen Festlegung des Themas, Abgabetermin der Dokumentation, Bewertung der Dokumentation (in Punkten), Unterschrift der Schülerin/des Schülers, Unterschrift der Fachkraft
  • Inhaltsverzeichnis (Einzelkapitel mit Gliederungsziffern und Seitenzahlangabe)
  • Literaturverzeichnis
  • förmliche Schülererklärung am Ende der Dokumentation, dass die „besondere Lernleistung" selbständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln erbracht wurde
  • gegebenenfalls Einverständniserklärung auf gesondertem Blatt, dass die Dokumentation der „besonderen Lernleistung" der schulinternen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Weist die Dokumentation deutliche formale Mängel auf, führt dies nach § 12 Absatz 2 wie in Abiturklausuren zu Punktabzügen in der Bewertung.

Wie kann die „besondere Lernleistung" eingebracht werden?

Eine ,,besondere Lernleistung“ kann entweder als eine der Leistungen des Blocks I gemäß § 20 Abs. 4 oder als zusätzliche Prüfungsleistung gemäß § 20 Abs. 6 (Block II) ins Abitur eingebracht werden. Die Entscheidung, die „besondere Lernleistung“ als fünftes Prüfungsfach bzw. als zusätzliche Prüfungsleistung in Block II einzubringen, fällt der Prüfling mit der Wahl der Prüfungsfächer am Beginn des dritten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase (§ 8 Absatz 2 OAPVO). Diese Entscheidung ist verbindlich, auch für den Fall, dass die „besondere Lernleistung“ mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet wird.

Die Entscheidung, eine nicht in Block II eingebrachte „besondere Lernleistung“ in Block I einzubringen, kann am Ende des vierten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase erfolgen (§ 20 Absatz 5 OAPVO).

Voraussetzung für die Einbringung der „besonderen Lernleistung" ins Abitur ist, dass sie oder wesentliche Bestandteile von ihr noch nicht anderweitig im Rahmen der Schule, z.B. in Seminaren, angerechnet wurden. Ob dies der Fall ist, entscheidet die betreuende Fachlehrkraft anlässlich der Entscheidung über die Einbringung der „besonderen Lernleistung“ durch die Schülerin oder den Schüler. Die endgültige Entscheidung trifft die Abiturprüfungskommission.

Wie wird die „besondere Lernleistung" bewertet?

Für die Bewertung der „besonderen Lernleistung" wird analog zu den Fachausschüssen der mündlichen Abiturprüfung ein Bewertungsausschuss (vgl. § 18 Abs. 4 OAPVO und § 15 Abs. 1 bis 4 OAPVO) gebildet. Ihm gehört außer der oder dem Vorsitzenden der Abiturprüfungskommission und der Lehrkraft, die die Erbringung der „besonderen Lernleistung" begleitet hat, eine weitere Fachlehrkraft als Zweitgutachterin oder Zweitgutachter an. Die Bestimmungen des § 12 OAPVO gelten sinngemäß. Die Note für die schriftliche Dokumentation und gegebenenfalls für das Produkt der „besonderen Lernleistung" wird von dem Bewertungsausschuss festgelegt und dem Prüfling spätestens eine Woche vor dem Kolloquium mitgeteilt.

Im Kolloquium präsentiert die Schülerin oder der Schüler die Arbeit und ihr zugrunde liegende Reflexionsprozesse, damit sowohl das Maß an eigenständiger Aneignung von Kenntnissen, Methoden und Fertigkeiten als auch deren eigenständige Anwendung erkennbar und bewertbar werden. Eigenständig zu bewertende Teile sind:

  • Planung und Durchführung der „besonderen Lernleistung"
  • Präsentation im Kolloquium

Gelangt die Bewertungskommission zu der belegbaren Überzeugung, dass die „besondere Lernleistung" nicht - wie vom Prüfling nach § 18 Absatz 2 versichert - selbständig angefertigt wurde, so wird diese nach Maßgabe von § 21 Absatz 3 als Täuschungsversuch geahndet.

Die Bewertung der „besonderen Lernleistung" ergibt sich aus der schriftlichen Dokumentation und gegebenenfalls dem Produkt und der Präsentation im Kolloquium. Die Teilnoten werden protokolliert.

Teilnoten und die Gesamtnote werden der Schülerin oder dem Schüler unmittelbar nach der Beratung des Bewertungsausschusses im Anschluss an das Kolloquium mitgeteilt. Bei der Bewertung einer aus einem Seminar hervorgegangenen „besonderen Lernleistung" werden sinngemäß die Kriterien der Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung (EPA) mit Blick auf die Anforderungsbereiche „Wissen", „Anwenden" und „Beurteilen" inhaltlich wie methodisch zugrunde gelegt, Eine von der Jury im Rahmen eines Schülerwettbewerbs bereits bewertete Leistung muss der Bewertungsausschuss gleichwohl unter Berücksichtigung der Dokumentation und gegebenenfalls ihrer Erweiterung und Vertiefung und unter Berücksichtigung des Kolloquiums erneut bewerten. Die Einbringung von Wettbewerbsbeiträgen als Grundlage einer „besonderen Lernleistung" ist in der Anlage geregelt.

Das Bewertungsverfahren ist den Schülerinnen und Schülern vor Beginn ihrer Arbeit transparent zu machen.

Bewertungsgrundlage für die schriftliche Dokumentation ist der Nachweis der Beherrschung wissenschaftspropädeutischer Methoden. Dazu gehören:

  • Qualität und Umfang der Recherchen und der Argumente
  • Konzentration auf das Wesentliche
  • Präzision und logische Nachvollziehbarkeit der Darstellung
  • Benennen der Gültigkeitsbedingungen der Ergebnisse
  • Reflexion der Methoden und Lösungen - insbesondere bei mehreren möglichen Varianten -
  • Originalität, Kreativität, Selbstständigkeit und Problemorientierung
  • exakte Dokumentation des Arbeitsprozesses
  • Nachweis der Arbeitskontakte und Kooperationspartner.

Bewertungsgrundlage des Kolloquiums sind:

  • Umfang des Wissens und Könnens
  • Argumentationssicherheit
  • Konzentration, Logik, Verständlichkeit der Ausführungen
  • Reaktionsfähigkeit, Engagement, Rhetorik
  • Sicherheit und Anschaulichkeit der Präsentation.

Welche von den Ländern geförderten Wettbewerbe eignen sich zur Erbringung einer „besonderen Lernleistung“?

Beiträge zu Schülerwettbewerben, die den Qualitätskriterien für Schülerwettbewerbe (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 17.09.2009) entsprechen, können zur Erbringung einer „besonderen Lernleistung" verwandt werden. Die Anlage dieses Beschlusses enthält eine Aufstellung von der Kultusministerkonferenz empfohlener Schülerwettbewerbe.

Grundsätzlich gilt auch für die Schülerwettbewerbsleistung, dass der Zeitrahmen für die Teilnahme ein Jahr innerhalb der Qualifikationsphase umfasst. Eine im Einzelnen ggf. unterschiedliche Zeit- und Umfangsvorgabe begründet sich aus den Ausschreibungserfordernissen des Wettbewerbsträgers und aus dem festgelegten Wettbewerbsniveau (z. B. Ausschreibungsrunde oder Preisstufe).

Für die „besondere Lernleistung" als Wettbewerbsleistung richten sich die Formvorschriften und der Aufbau nach den Ausschreibungsvorgaben und -erfordernissen für den jeweiligen Wettbewerb.

Wettbewerbsbeiträge sind so zu ergänzen, dass sie - einschließlich der Ergänzungen - in Umfang und Niveau den o. g. Anforderungen einer „besonderen Lernleistung" entsprechen. Ggf. sind eine Darstellung des Arbeitsprozesses und eine Kurzfassung hinzuzufügen. Bei Wettbewerben ist eine Einzelfallprüfung sowohl hinsichtlich einzelner Anforderungskriterien als auch hinsichtlich der Gesamtwettbewerbsleistung unverzichtbar. Die Lehrkräfte müssen vor allem den zeitlichen Umfang, den individuell und selbständig erbrachten Anteil sowie die Verbindung zu schulischen Referenzfächern einschätzen und in die abschließende Bewertung einbringen können.

Die Durchschnittsnote

In Block I einzubringen sind mindestens die Ergebnisse der Qualifikationsphase aus vier Schulhalbjahren

  1. in den Abiturfächern
  2. in dem Kernfach, das nicht als Abiturfach gewählt ist.

 Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass sich darunter befinden

  1. vier Ergebnisse aus Naturwissenschaften
  2. vier Ergebnisse aus den Profil ergänzenden Fächern
  3. ein Ergebnis aus dem ästhetischen Bereich (Kunst oder Musik oder Darstel­lendes Spiel)
  4. zwei Ergebnisse (aus Q 2) der Fremdsprache Spanisch, wenn diese in der Oberstufe gewählt wurde (Ausnahme: Sprachprofil)
  5. zwei Ergebnisse Geschichte
  6. zwei Ergebnisse aus der Fächergruppe Geographie und Wirtschaft/Politik
  7. zwei Ergebnisse Religion oder Philosophie.

Um auf die Gesamtzahl von 36 Ergebnissen in Block I zu kommen, kann sich die Schülerin oder der Schüler weitere Leistungen aus dem ersten bis vierten Schulhalb­jahr der Qualifikationsphase frei auswählen. Darunter können maximal drei Ergebnis­se aus dem Fach Sport einfließen.

Die Fachhochschulreife

Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe können am Ende des zwei­ten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase die Fachhochschulreife (schulischer Teil) erwerben. 

Wenn sie die Schule ohne Erreichen der Allgemeinen Hochschulreife ver­lassen, wird ihnen auf Antrag hierüber ein Zeugnis ausgestellt. 

Bei einer Wiederholung des Schuljahres gelten die Ergebnisse des ersten Durchgangs als nicht erbracht. 

Zum Erreichen der Fachhochschulreife (schulischer Teil) kann die Höchstdauer des Besuchs der Oberstufe beansprucht werden.

Voraussetzung für den Erwerb der Fachhochschulreife (schulischer Teil) ist, dass die Schülerin oder der Schüler …

  1. …Unterricht in zwei zeitlich aufeinander folgenden Schulhalbjahren der Qualifikationsphase belegt hat.
  2. …in 17 Halbjahresleistungen mindestens 85 Punkte erzielt hat, in 11 Halbjahresleistungen mindestens jeweils fünf Punkte in einfacher Wertung erzielt hat.
  3. … bei den Ergebnissen, die aus dem Unterricht auf erhöhtem Anforderungsniveau stammen, mindestens zwei Schulhalbjahresergebnisse mit je fünf Punkten in einfacher Wertung erreicht hat.
  4. … in zwei Fächern mit erhöhtem Anforderungsniveau insgesamt mindestens 20 Punkte in einfacher Wertung erreicht hat.

Unter den anzurechnenden Halbjahresleistungen müssen jeweils zwei enthalten sein aus:

  1. Deutsch
  2. einer fortgeführten Fremdsprache
  3. Geschichte
  4. Wirtschaft/Politik oder Geographie
  5. Mathematik
  6. einer Naturwissenschaft
  7. dem Profil gebenden Fach

und eine Halbjahresleistung aus:

  1. Religion oder Philosophie
  2. dem ästhetischen Bereich (Kunst oder Musik oder Darstellendes Spiel)

In einem Fach können höchstens zwei Leistungen angerechnet werden. Leistungen, die mit 0 Punkten bewertet worden sind, können nicht angerechnet werden. Von themengleichem Unterricht kann nur eine Leistung angerechnet werden.

Das Latinum

Die Zuerkennung eines Latinums richtet sich nach den erworbenen Kompetenzen einer Schülerin oder eines Schülers und einem Abschluss mit mindestens „ausreichenden Leistungen“ (5 Punkte).

Als zeitliche Erwartungsschiene können folgende Unterrichtszeiten gelten: